Zum Jahreswechsel in Saxdorf

Saxdorf ist inzwischen eine zweite Heimat geworden und wir genießen immer wieder die Zeit, die wir dort verbringen können. Rund um den Jahreswechsel war es mal wieder soweit, wir hatten eine reichliche Woche Saxdorf, Zeit zum Lesen, zum Kochen, bisschen was an Haus und Garten machen und nicht zuletzt waren rund um Silvester auch noch Freunde da.

Mit zwei Wanderungen haben wir weitere Teile der Umgebung erkundet. Für die erste Tour ging es auf die andere Elbseite. Wir starten in Staritz und wandern zunächst am Gut Oelzschau vorbei Richtung Dahlener Heide. Wir passieren das hübsche Dörfchen Neußen und kommen auf schönen Wegen nach Belgern. Belgern ist wie so viele Kleinstädte hübsch aber tot, was angesichts der schönen und weihnachtlich geschmückten Altstadt sehr schade ist. Wenig förderlich ist es für die Attraktivität solcher Orte aber auch, dass man sofort und deutlich mit Nazisymbolik konfrontiert wird. Wir verlassen Belgern und laufen nun entlang der Elbe – der Blick auf die Elbschleife und die Altstadt ist sehr malerisch. Weiter geht es nun vorbei an Dröschkau zum riesigen Kiessee. Solange man ignoriert, dass hier Landschaft im großen Stil verändert wird, wirkt der See ganz hübsch. Beeindruckende Mengen an Wasservögeln nutzen den See als Rastplatz. Zwischen See und Elbe laufen wir eine ganze Weile und sind bald zurück am Auto in Staritz. Nach 22 km endet hier eine sehr kurzweilige Runde.

Eine weitere Wanderung, diesmal zusammen mit Ilka und Katrin führt uns nach Maasdorf. Von hier laufen wir zunächst zum Rothsteiner Felsen – schon beeindruckend, dass es sowas in Brandenburg überhaupt gibt. Die Landschaft ist hier sowieso leicht hügelig und es gibt viele schöne Ecken. Von Rothstein geht es weiter durch ausgedehnte Wälder bis wir schließlich den alten und renaturierten Lauf der Kleinen Elster. Das ist wirklich ein idyllisches Stück Landschaft, welches wir gelegentlich weiter verfolgen müssen. Diesmal geht es aber weiter zu den Maasdorfer Teichen, ebenfalls schöne Landschaft. Hier ernten wir bei der Fischwirtschaft Thalberg auch noch Karpfenfilet – frisch und geräuchert. Das frische Filet wird sich noch am gleichen Abend als sehr lecker und tatsächlich grätenfrei erweisen. Der Räucherfisch bekommt seinen Auftritt als Snack an Silvester. Von hier geht es auch schon zurück nach Maasdorf, wo sich unsere Runde nach 15 km schließt.