Das Wildwochenende bei Freunden in Dresden ist nun schon fast eine Tradition. Austragungsort ist in diesem Jahr Langebrück. Abend eins verbringen wir extern, die Kochsternstunden locken in Dresden mit zahlreichen Angeboten. Wir entscheiden uns für das Schmidts in Hellerau, was sich als sehr gute Wahl erweist. Ambiente, Service und Essen sind auf hohem Niveau, ein Ort an den man sehr gern wiederkommt. Das Menü ist nicht weniger raffiniert als die dazu angebotenen Getränke, vor allem die alkoholfreie Begleitung bietet viel Rafinesse. Und es kommt wirklich selten vor, dass ich die Vegetarier am Tisch um ihren Hauptgang beneide, aber die Pilze waren wirklich genial lecker! Die Fleischgerichte freilich auch. Das Fleisch-Menü dreht sich um die Ente, die in drei von vier Gängen vorkam. Was zunächst etwas langweilig klingt, war sehr gut umgesetzt, die Ente kam als Essenz, als eine Art Praline und schließlich ganz klassisch rosa gebraten.
Soweit so gut, das hatte mit Wild noch gar nichts zu tun, aber bevor es dazu kam, steht noch eine Wanderung an. Mi dem Zug fahren wir nach Arnsdorf bei Radeberg. Von hier führt der Weg zur Talsperre Walroda und schließlich durchs Tal der Großen Röder, die uns bis nach Radeberg bringt. Landschaftlich ist das alles ganz schön, allerdings sind die Wege wahlweise vereist oder matschig-nass, was die Freude am Wandern etwas dämpft. Deshalb kaufen wir uns in Radeberg ganz viel Kuchen, fahren zurück nach Langebrück und freuen uns, im Warmen zu sitzen und schön Kaffee zu trinken.
Nun geht es ans Wild! Im Sous Vide liegt schon eine Keule vom Wildschwein. Diese wird nur noch mal äußerlich angebraten, dazu kommt eine schöne Soße. Wir fertigen eine beachtliche Menge Wickelklöße und braten Rosenkohl und garen etwas Sahnewirsing. Berni steuert vorab noch ein leckeres Süppchen bei und Nachtisch von Levke gibt es auch. Ein schönes Menü, mit dem diesmal auch die Vegetarier unter den Anwesenden zufrieden sind!