Harz VII im Oberlausitzer Bergland

140806_IMG_5952Die „Villa Oberlausitz“ in Neusalza Spremberg war das Hauptquartier der 7. Folge der Harz-Treffen mit zahlreichen Freunden und deren nunmehr 9 Kindern.

Zur Villa nur soviel, jeder Heimwerker würde sich schämen, eine so schlampige Arbeit abzuliefern, wie bei der Renovierung der Villa geschehen. Zudem ist das Haus bis in den letzten Winkel mit Plunder vollgestopft – muss man nicht haben. Für unsere Zwecke hat es letzlich funktioniert, aber schön ist was anderes. Immerhin gibt es einen großen Park in dem sich die lieben Kleinen vertun können. Auch der Teich mit dem Monster, welches durch einen Elektrozaun an der Flucht gehindert wird, sorgt für Gesprächsstoff bei den lieben Kleinen sowie zu ersten Erfahrungen mit dem Wesen des elektrischen Stroms.

Das Oberlausitzer Bergland als solches überrascht sehr positiv, eine schöne leicht bergige Landschaft mit vielen hübschen Dörfern und Kleinstädtchen durch die sich sehr schön das Tal der Spree zieht. Freilich sind dank des Bevölkerungsschwundes die hübschen Dörfchen und Städtchen tot, Cafes oder Ähnliches sucht man oft vergeblich.

Das Leben in der Villa ist wie immer bei den Harz-Wochen geprägt durch lecker Essen, Wandern, Faulenzen, gute Gespräche und natürlich den Lärm der 9-köpfigen Rasselbande.

Wir brechen in kleinerer und größeren Runde zu diversen Wanderungen auf. Eine führt uns sehr schön entlang der Spree über Taubenheim und Sohland bis Schirgiswalde (Track). Eine weitere Tour führt uns auf den Bieleboh (Track), wo wir die mit den Kindern wandernde Truppe treffen und sehr gut essen. Die Einkehr auf dem Bieleboh ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert,  es gibt gute Hausmannskost sowie schlesische und Oberlausitzer Spezialitäten, ich esse zum Beispiel leckere „Teichelmauke“. Zudem kann man hier auch übernachten, das sollte man sicher irgendwann mal machen!

Eine schöne geruhsame Tour mit den Kindern führt uns auf den Löbauer Berg und den König-Friedrich-August-Turm. Leider ist die Gastronomie auf dem Berg ziemlich verschnarscht. Auf dem Rückweg kehren wir noch mal im hübschen und vergleichweise lebendigen Löbau zum Cafe ein. Schließlich gibt es eine weitere schöne Wanderung nach Ebersbach, wo wir den Schlechteberg besteigen, auf dessen Gipfel sich ein Turm und ein verwahrloster Park finden (Track).

Wir haben eine schöne Zeit, müssen aber leider schon am Freitag aufbrechen, um zum Saxdorfer Bambusfest zu fahren. Auf dem Weg dahin machen wir noch Halt in Bautzen. Die schöne Altstadt ist zumindest zu Teilen überraschend lebendig. Wir essen in einem rumänischen Restaurant sehr gute Flammkuchen, ein Rezept welches westliche Siedler nach Siebenbürger gebracht hat und das nun offenbar in Rumänien etabliert ist. Mit leckerem Eis endet ein schöner Urlaub.

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