Spätsommer auf Rügen

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Auf Hiddensee

Relativ kurz entschlossen haben wir uns noch einmal eine Woche Auszeit auf Rügen gegönnt. Unser Quartier war „Der Wilde Schwan„, wo wir zu einem sehr fairen Preis ein recht großzügiges Appartment mit Terasse bewohnten. Manch einem ist das sein ganzes Reihenhaus.

„Der Wilde Schwan“ überzeugt nicht nur durch viel Platz, schöne Gestaltung und die Lage (ruhig am Jasmunder Bodden) sondern auch
durch eine gute Küche und überaus freundliches Personal.

Ich habe lange nicht mehr so viel, vielfältig und gut Fisch gegessen, wie in dieser Woche auf Rügen und das nicht nur im „Wilden Schwan“! Gute traditionelle Fischgerichte gab es in Sassnitz, im traditionsreichen „Gastmahl des Meeres„. Durchgefallen ist hingegen das Schloss Spyker, wo das Essen nicht ansatzweise das liefern konnte, was die wohlklingende Karte versprach. Fisch gab es natürlich den ganzen Urlaub über auch in Form unzähliger, stets frischer Fischbrötchen in allen nur denkbaren Varianten vom Räucherfisch bis hin zum Fischburger. Kulinarischer Höhepunkt der Reise war freilich das Feinschmeckermenü im Gutshof Kubbelkow – eine unbedingte Empfehlung für alle Freunde ambitionierter Küche.

Rügen ist toll, immer wieder begeistert die vielfältige Landschaft. Meiden sollte man freilich die Orte, die alle besuchen. Meist findet man aber schon wenige hundert Meter abseits der Attraktionen herrliche ruhige Natur. Zu Fuß, mit dem Rad und auch per Auto haben wir so ziemlich die ganze Insel einschließlich Stralsund (Ozeaneum!) erforscht. Für mich neu und beeindruckend war die Halbinsel Mönchgut mit herrlicher Landschaft und wunderschönen Blumenwiesen (Track Wanderung) sowie der alte Wald Goor südlich von Putbus. Angesichts des herrlichen alten Waldes, der langsam wieder zum Urwald werden darf, wird einem die Belanglosigkeit menschlichen Tuns schmerzlich bewusst. Hundert Jahre sind hier nichts. Man sollte die sogenannten Investoren, die noch immer die Insel mit neuen Appartmentanlagen zumüllen, in diesen Wald schicken, um Demut zu lernen. Nicht umsonst heisst der Wanderweg durch den Goor „Pfad der Muße und Erkenntnis“ (Track Wanderung).

Großartig sind auch die Landschaft am Dornbusch und die kleinen Orte auf Hiddensee (Track Wanderung) ebenso wie der Naturpark Jasmund mit den Kreidefelsen (Track Wanderung). Schöne Touren führten nach Prora und Binz (Track Radtour), in einen ehemaligen Kreidebruch und nach Lohme (Track Radtour). Wenngleich Kap Arkona überlaufen und überbewertet ist, war die Tour dorthin sehr schön und wir haben im Garten des Helene-Weigel-Haus in Putgarten sehr schön Kaffee getrunken (Track Radtour). Mit dem „Rasenden Roland“ ging es von Göhren nach Sellin und am Strand zurück (Track Wanderung).

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