Lanzarote

G7X_150211_IMG_1439Der zweite Teil unseres Kanaren-Urlaubs führte uns auf die Vulkaninsel Lanzarote (Link zum Teil 1). Auch hier hatten wir wieder ein sehr zentral gelegenes Quartier, das kleine feine Hotel Caserio de Mozaga im Örtchen Mozaga, von wo man alle Orte der Insel bequem mit dem Auto erreichen kann. Das dem Hotel angeschlossene Restaurant gehört zudem zu den besten der Insel, hier haben wir mehrfach sehr gut gegessen. Lecker essen wir übrigens auch zwei mal im Cafe La Cantina im nahe gelegenen Teguise (viele Tapas und sehr gute Burger).

Verglichen mit Gran Canaria wirkt die Insel sehr übersichtlich, die Ortschaften sind hübsch und gepflegt und dank dem Wirken des bekannten Architekten Cesar Manrique sind auch die Auswüchse des Massentourismus auf Lanzarote nicht ganz so verheerend wie anderswo auf den Kanaren. Dank Manriques Wirken erscheinen zudem die Orte der Insel in einem einheitlichen Weiß, welches den Orten eine nahezu orientalische Anmutung verleiht. Nicht zuletzt deshalb wirkt wohl die Insel insgesamt so angenehm auf den Besucher.

Dank eines regenreichen Winters finden wir Lanzarote ungewöhnlich grün und bunt vor. Zwar gibt es tatsächlich kaum Bäume und Sträucher, aber dafür vor allem im Norden üppig grün-bunte Landschaften, riesige Flächen voller Blümchen aller Art in Gelb- und Blautönen.  Während unseres Aufenthaltes regnet es zwar nicht, es ist aber oft bewölkt und nur verhalten warm – was aber bei Wanderungen durch endlose Lavawüsten gar nicht mal so verkehrt ist.

Beeindruckend ist, wie auf Lanzarote im Lava-Kies Wein und sogar Gemüse angebaut wird. Raffiniert angelegte Weinfelder und die hygroskopische Wirkung des Lavagesteins sorgen für üppiges Grün und leckere Weine. Wirklich gar nichts außer ein paar Flechten wächst lediglich auf den riesigen Lavafeldern, die die großen Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert hinterlassen haben. Hier sorgen dafür Vulkankegel in allen möglichen Rot-, Ocker- und Brauntönen für tolle Farben. Aber auch die vielfältigen Erscheinungsformen der Lava sind sehr beeindruckend.

 

In wunderbarem Einklang mit der grandiosen Vulkanlandschaft  stehen die Bauten von Cesar Manrique. Wir besichtigen seine beiden Wohnhäuser, den Mirador del Rio, verschiedene von ihm gestaltete Resturants, den Jardin de Cactus sowie die großartige Anlage Jameos del Agua. Unglaublich, wie gut es Manrique gelingt, die Grenze zwischen Bau und Landschaft zu verwischen und wie perfekt er die in der Landschaft vorgefundenen Gegebenheiten für seine Bauten nutzt.

 

Wir erschließen uns die Insel mit vielen kleinen Wanderungen. Natürlich erkunden wir die spekatakuläre Vulkanlandschaft bei La Mancha und an der Küste. Wir wandern durch grandiose Barrancos bei Femes, durch Blumenwiesen auf alten Vulkankratern, im herrlichen Tal von Haria und durch den Küstenort Playa Blanca zu den Papagayo-Stränden.

Nach einer Woche heisst es auch von Lanzarote schon wieder Abschied zu nehmen. Hierher kommen wir aber ganz bestimmt mal wieder. Nichtsdestotrotz bleibt El Hierro unsere liebste Kanareninsel.

Noch viel mehr Bilder von Lanzarote gibt es auf unserer Bilderseite, das Passwort kann wie immer erfragt werden.

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