Von Freiberg ins Tal der Bobritzsch

Freiberg ist immer wieder einen Besuch wert und von hier kann man viele schöne Touren machen. Im Umland gibt es viel zu entdecken, die Landschaft ist geprägt von Jahrhunderten Bergbau und Industrie, mit vielen kleinen und großen Halden, Fördertürmen, alten Industrieanlagen, aber auch manch Neuem, wie bspw. der weithin sichtbare Bau der Universitätsbibliothek.

Der Zug bringt uns in einer halben Stunde hin und vom Bahnhof aus steuern wir zunächst die Parks und Teiche am westlichen Rand der Altstadt an. Vorbei an der markanten Bibliothek wird es schnell dörflich, wir verlassen den Ort in nördlicher Richtung. Dörfliche Strukturen wechseln sich ab mit alter und neuer Industrie. Unser Weg führt nun nach Halsbrück, wo wir das tief eingeschnittene Muldental queren. Nach kurzem Imbiss geht es wieder steil bergan, ein markanter Schornstein weist den Weg. Bei idyllisch-ländlichen Krummenhennersdorf erreichen wir das Tal der Bobritzsch. Schön mäandert sich der Fluß durch die Natur, bald verlässt die Straße das Tal und wir folgen dem schönen Weg entlang des Flußlaufs. Wir genießen Ruhe, Natur und sind trotz des Feiertags fast allein unterwegs. Bis Falkenberg folgen wir dem schönen Talweg.

Nun geht es kurz wieder steil nach oben und bei Conradsdorf nicht weniger steil wieder runter, erneut queren wir das Muldental. Im Tal folgen wir ein Stück einem alten Kunstgaben, vorbei an Zeugnissen historischen Bergbaus, bevor es wieder bergan geht. Auf dem Weg zur Reichen Zeche nehmen wir viele kleine Halden wahr, die sicher von mittelalterlichem Bergbau stammen. Die Reiche Zeche wiederum ist von einer riesigen Hald umgeben. Von hier oben liegen die Dächer und Türme der Freiberger Altstadt vor uns, in die wir alsbald eintauchen. Wir kehren wieder mal in der Stadtwirtschaft ein und stärken uns bei deftig böhmischer Küche und einer großen Auswahl an leckeren Bieren mit und ohne Alkohol. Danach könnte man uns zum Bahnhof rollen, aber wir müssen den Weg aus eigener Kraft machen. Erfreulich pünktlich bringt uns der Bummelzug dann in 40 Minuten zurück nach Chemnitz – früh genug, um noch den Tatort asynchron zu schauen. Mit 24,5 km ist eine gute Runde zusammengekommen, bei der die Flußtäler und Höhenzüge dazwischen für gut 400 Höhenmeter sorgen.