Was blüht uns denn heute?

Vom Kleinstgarten wurde hier lang nicht mehr berichtet, das soll nunmehr nachgeholt werden. Mittlerweile ist schon wieder so manche schöne Blüte verblüht, etwa die spektakulären Riesenblüten der Blattkakteen (Phyllocactus), der prächtige Salbei, die zarten Blüten des Schnittlauchs und auch an die ersten Lilien erinnert nur noch eine einzelne leuchtend orange Blüte.
Und was blüht uns heute? Der Schnittknoblauch mit seinen weißen Kugelblüten. Ein hängender Thymian. Der violette Osterkaktus, nun schon zum zweiten Mal. Ein weiterer Phyllocactus. Hauswurze (Sempervivum) in allen Formen und Farben. Die strahlenden Blüten der Passionsblumen in rot und blau (Passiflora murucuja und cerulea). Verschiedene Fuchsien beginnen aufzublühen. Das Kongolieschen (Impatiens congo cackatoo) steht in voller Blüte. Die im Frühjahr erst gepflanzte Clematis tangutica bedeckt mit ihren gelben Glöckchen schon die ganze Wand und auch die ersten dekorativen Fruchtstände zeigen sich. Kapuzinerkresse in allen Varianten von gelb, orange und rot und den wildesten Mischungen daraus, momentan der absolute Blickfang. Ein kleines violettes Geranium und ein hoch kletterndes Geranium mit leuchtend roten Blütenkugeln. Der Christusdorn blüht. In den Töpfen der Sukkulenten und aus allen Ritzen blühen Hornveilchen und diverse kriechende Steingartenpflanzen. Ein schöner Schlafmohn, der sich zuverlässig selbst aussät. Mit den Wicken, Cosmeen, Löwenmaul,, Mandelröschen und den kleinblütigen Tagetes beginnen die ersten Sommerbumen. Der Enzianstrauch beginnt ebenso zu blühen wie der Agapanthus. Und aus alle Ecken wächst der Erdbeerspinat, dessen „Blüten“ eine nette essbare Dekoration leifern. Auch das ebenfalls als Salat essbare Eiskraut zeigt die ersten violetten Blüten.

Berlin, der Kleinstgarten & das Erzgebirge

Vergangenes Wochenende haben wir nun das getan, was schon lange mal auf der Agenda stand – nämlich Berlin zu besuchen. Dass offenbar am langen Wochenende um den Maifeiertag die halbe Republik diese Idee hatte, sei hier nur am Rande erwähnt. Berlin war jedenfalls voller Touris und wir mittendrin. Zum Auftakt nahmen wir erst mal nen Imbiss im KadeWe ein, die Feinschmeckeretage ist ja nun wahrlich ein Fest für jeden, der gutes Essen zu schätzen weiss, weshalb wir erst mal ne Weile rumzogen, ehe wir uns für eine Auswahl von geräucherten Lachsen entschieden. Wirklich schade, dass man dort nicht öfter einkaufen oder naschen kann, aber vielleicht auch wieder gut für den Geldbeutel.
Am Maifeiertag konnte man in Berlin noch recht verbreitet die in Sachsen weitgehend ausgestorbene Spezies der Altlinken beobachten, die dort munter Sitten und Gebräuche zelebrierten, die ich seit 20 Jahren für ausgestorben hielt. Wir haben es vorgezogen, die neue Mitte Berlins zu besichtigen und es ist schon spektakulär, was da in den letzten Jahren so alles passiert ist. Viel Spannendes, Gelungenes, Rekonstruiertes – aber auch noch so manches Unfertige, Verfallene oder auch schlicht Hässliches. Insgesamt darf man die Wiederbelebung der Mitte aber ruhigen Gewissens als Gelungen betrachten.
Eine Bootsfahrt über Spree und Landwehrkanal erlaubte es, die verschiedenen Stadtbezirke mal von einer ganz anderen Seite zu betrachten, vor allem Kreuzberg überraschte als grüne Oase am Fluss. Sehr gelungen – nicht nur aus dieser Perspektive – auch die Architektur des Kanzleramts und der Gebäude des Bundestags. Für den Chemnitzer vor allem mit Bedauern zu sehen, wie oft es in Berlin gelingt, alte Industriearchitektur neuen Nutzungen zuzführen, statt ohne Sinn und Verstand alles abzureissen. Auch vom Mut zu interessanter und anspruchsvoller Architektur, könnte sich so mancher in Chemnitz wirkende Architekt die eine oder andere Scheibe abschneiden.
Der kulinarische Höhepunkt des Berlin-Besuchs war das erste Sterne-Restaurant, welches ich überhaupt bespeiste. Sehr spontan entschieden wir uns für ein zufällig am Wegesrand liegendes Restaurant, nämlich das Rutz. Überraschenderweise war auch noch was frei, so dass wir über mehrere Stunden ein Überraschungsmenüs auf uns wirken lassen konnten. Aus den versprochenen 5 Gängen plus Gruß aus der Küche wurden gefühlt 20, denn die einzelnen Gänge bestanden meist aus mehreren seperaten Gängchen, kunstvoll nebeneinander auf dem Teller angerichtet, jedes für sich ein Kunstwerk, sowohl für die Augen – aber vor allem auch für den Gaumen. Auch wenn in der Vielfalt des Dargebotenen die Menüfolge kaum mehr zu rekapitulieren ist, bleibt doch die Erinnerung an ein wirklich außergewöhnlich gutes Essen, welches durch eine stimmige Weinauswahl auch sehr schön begleitet wurde.
Den kulinarischen Gegenpol dazu bildete übrigens am folgenden Tag das Dönerparadies in Kreuzberg, wenngleich ich letztlich überrascht war, dass es insgesamt erschreckend wenig Dönerläden in dem von uns besuchten Teil Kreuzbergs gab. Das nennt man wohl Gendrifizierung …
In Chemnitz ist unterdessen der Kleinstgarten wieder fit für den Sommer gemacht worden. Alle Pflanzen haben das Winterquartier verlassen und streben nun fröhlich neuem Wachsen und Blühen entgegen.
Dieses Wochenende waren wir endlich auch mal wieder im Erzgebirge wandern. Von Marienberg ging es über Pobershau zum Katzenstein und weiter in großem Bogen über das ruhige gelegene Gelobtland zurück nach Marienberg, mit vielen wunderbaren Ausblicken über das Erzgebirge und nach Marienberg. Pobershau liegt sehr schön im Tal der roten Pockau, ein wirklich nettes Örtchen. Ähnliches ließe sich sicherlich über weite Teile Marienbergs sagen – wenn die Stadt nicht, wie viele kleinere ostdeutsche Städte unter tödlicher Leere im Inneren leiden würde. Da nützt die beste Sanierung nix, wenn die Leute nicht raus gehen und die Straßen bevölkern. Was für ein krasser Gegensatz zum quirligen Berlin, und zu der Selbstvertsändlichkeit, mit der dort Straßencafes und Kneipen bevölkert sind.

Was blüht uns denn heute?

Schnee …
Ich meine, gegen Winter ist ja nun nix einzuwenden. Aber nachdem man monatelang so getan hat, als sei derselbe abgeschafft worden, ist es nun schon bissel frech, Ende März noch mal so ein Theater zu machen …
Also, Schneeglöckchen sind verblüht, einige späte Krokusse könnte man sehen, wenn kein Schnee läge, die ersten Tulpen zeigen Knospen und die Traubenhyazinthen brauchen auch nicht mehr lange. Im Hausflur steht die Clivie bald in voller Pracht und am Fenster im Wohnzimmer ist auch die rote Passionsblume (Passiflora Murucuja) schon wieder voller Blüten.
Bleiben wir also einfach zuversichtlich, dass auch dieses Jahr der Frühling kommt 😉
Dafür bleibt mir jetzt Zeit, im virtuellen Kleinstgarten zu arbeiten, der somit wieder um einige Spezies reicher geworden ist.

Was blüht uns denn heute?


Ja, es ist nicht länger zu leugnen, die Gartensaison beginnt offenbar! Dank des recht milden Januar sind die ersten Schneeglöckchen schon deutlich zu erkennen und es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis zur vollen Blüte. So wie es aussieht, sind auch die meisten Schneeglöckchen wiedergekommen, so dass mit einer reichen Blüte zu rechnen ist.
Da bin ich nun nur noch gespannt, ob auch Galanthus scharlokii, das hasenohrige Schneeglöckchen, welches seinen Namen den grünen Blattspitzen über der Blüte (Bild) verdankt, wieder blüht.
Nunja, dass es so etwas überhaupt gibt, weiss ich auch erst, seit ich letztes Jahr im Saxdorfer Garten einem Schneeglöckchenliebhaber begegnet bin. Letztere erkennt man übrigens an feuchten und dreckigen Knien, da sich die zahllosen Schneeglöckchenvarianten nur durch winzige Details im Blüteninneren unterscheiden, die der Kenner natürlich inspiziert ohne dem Pflänzchen ein Leid anzutun.
Und auch im virtuellen Kleinstgarten gibt es Neues, freilich noch keine Schneeglöckchen 😉

Was blüht uns denn heute?

071222_IMG_8369Mitten im Winter diese Rubrik?
Der Anlass ist ein spektakulär schöner Raureif auf dem Balkon. Insbesondere die Semperviven und anderes Kleinstgewächs schmücken sich sehr dekorativ mit fremden weißen Federn.
Sonst ist tatsächlich nich viel los – totale Blühpause. Allerdings zeigt ein Teil meiner Amaryllis-sammlung schon erste Spitzen, da dürfte es in einigen Wochen reichlich zu blühen geben.
Immerhin konnte ich einen Blumenhändler überreden, mir ein paar Tulpen zu bestellen. Ich versteh zwar nicht so recht, warum die sowas nicht gleich im Sortiment haben, aber vielleicht ist der Sachse momentan doch eher auf Tanne fixiert 😉

Im Radio: Peter und der Wolf – cool 😉

Was blüht uns denn heute?

Viel is nich mehr, die Kapuzzinerkresse hat den ersten milden Frost teilweise überstanden. Daneben blühen noch einige einsame Löwenmäulchen sowie der gelbe Lerchensporn, der uns schon den ganzen Sommer begleitet.
Bei den Kübelpflanzen ist das Abutilon Megapotamicum (Schönmalve) noch voller rot/gelber Blüten (offenbar toleriert es tatsächlich leichten Frost). Unermüdlich blüht auch noch der hängende Rosmarin draußen.
Im Treppenhaus machen auch Solanum Rantonetti (Enzianstrauch) und eine rote Abutilon-Art auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt blühen die beiden Hibiskusse am Wohnzimmerfenster unermüdlich.