Tomatenzeit

Kaum ist mal eine Woche Sommer, werden schlagartig auch die Tomaten im Kleinstgarten reif. Immerhin vier Pflanzen kämpfen um Ressourcen in einem großen Kübel, die rote Johannisbeertomate, eine große rote Tomate names Andenhörnchen, eine kleine Rote, die auf den Namen Sweet Million hört und schließlich noch eine namenlose kleine gelbe. Davon gab es heute erstmalig alle zusammen auf den Teller, mit etwas Öl und Basilikum eine leckere Sache!

Was blüht uns denn heute?

Wunderbar, ein Sommerabend auf dem Balkon und endlich blüht die herrlich duftende Lilie, phantastische Blüten und ein irrer Duft – so schön kann Sommer sein.
Ansonsten blühen wunderschön die Mädchenaugen, die Fuchsien stehen in voller Blüte, die Kapuzinerkressen blühen reich, die Hechtrose trägt schöne rote Hagebutten, die ersten Astern blühen auf, Tomaten hängen voller Früchte, Ringelblumen und Cosmeen blühen ebenso wie verschiedenfarbige Lobelien und Portulakröschen, Wicken und Winden beginnen zu blühen, der Schnittknoblauch schmückt sich mit weißen Blütenkugeln, die Igelgurke hat die ganze obere Terasse mit ihren weißen Blüten erobert, die große kletternde Geranie blüht ebenso wie die kleinblütige Geranie, blau blüht der Enzianstrauch – der ganze Kleinstgarten ist in voller Pracht und eine Freude fürs Auge.

Holunderzeit

Ein schönes langes Wochenende liegt hinter uns, vier Tage angefüllt mit unterschiedlichsten Erlebnissen.
Am Donnerstag gab es einen schönen Himmelfahrtsausflug mit den Sportfreunden zur Buschmühle, wunderschön gelegen zwischen Meissen und Moritzburg. Das Hotel und Lokal liegt wirklich traumhaft an einem kleinen See, umrahmt von Felsen und ungezählten teils noch blühenden Rhododendren, ein echtes Idyll. Sehr unterhaltsam ist die geschwätzige Buschmüllerin, dem Gast sei geraten viel Zeit mitzubringen. Kulinarisch bleibt das beliebte Ausflugslokal freilich hinter seinen Möglichkeiten – nicht auszudenken, wenn das Essen noch zur Lage passen würde! Dennoch werden wir die Buschmühle jetzt sicher öfter besuchen, es ist einfach zu schön da (Bilder).
Der süße schwere Duft von blühendem Holunder ist derzeit allgegenwärtig und natürlich geben die duftenden Blüten Anlass zu allerlei Köstlichkeiten. Am Freitag gab es deshalb im Garten eine köstliche Holunderbowle zu der verschiedene gegrillte Meeresfrüchte gegessen wurden (Riesengarnelen in der Schale gegrillt, Jakobsmuscheln im Schinkenmantel sowie Maischolle in Folie auf Zwiebellauch gegart). Inspiriert von einem köstlichen Holundergetränk bei Freunden am Montag habe ich mich auch selbst noch mal daran versucht, Wasser mit Holunderblüten, etwas Zucker und Zitrone zu aromatisieren – und in der Tat, das gibt ein ganz feines Erfrischungsgetränk!
Gestern ging es auf Radtour durchs Kohrener Land, die schöne mittelsächsische Hügellandschaft mit ihren verträumten Dörfern und Kleinstädten. Start war Burg Gnandstein, von wo es über Kohren-Sahlis und Narsdorf nach Wechselburg zur Mulde ging. Entlang der Mulde fuhren wir dann weiter nach Rochlitz und Colditz und von dort ging es über Bad Lausick und Frohburg wieder zurück nach Gnandstein. Eine sehr schöne Landschaft und viele schöne Orte, denen einzig ein wenig Leben fehlt. Schlußendlich haben wir auf Burg Gnandstein gegessen bei toller Aussicht übers Land, für das Essen gibt es aber auch hier keine Empfehlung, es hat jedenfalls satt gemacht. Das Profil zur Tour gibts wieder mal hier.
Heute war nun endlich auch mal Ruhetag, ein wenig gegärtnert, Eis essen im Michaelis (lecker, aber Minuspunkte fürs Browser lahmlegen) und abends gab es Nudeln nach Genoveser Art mit dem letzten hausgemachten Pesto der Vorsaison (aus dem Tiefkühler). Zeit wirds, denn das Basilikum gedeiht schon wieder prächtig und will in wenigen Wochen erstmalig geerntet werden. Dazu gab es feinen Salat aus dem Garten mit marinierten Tomaten und zum Schluss etwas Obst – so einfach kann tolles Essen sein! Warum kriegen nur so wenige Gastronomen so simple und zudem preiswerte Sachen hin? Ich fürchte es liegt unter anderem daran, dass es vielen Köchen und auch den meisten Gästen schlicht egal ist. Hauptsache, die Teller sind schön voll, da muss es nicht auch noch schmecken. Und natürlich macht es ein wenig Mühe, mit frischen Zutaten zu arbeiten bzw., diese erst ein mal in guter Qualität zu bekommen.
Im Kleinstgarten blühen jetzt bezaubernde blaue Glockenblumen.

Was blüht uns denn heute?


Der Kleinstgarten wurde blogtechnisch lange vernachlässigt, während er sich im sogenannten wahren Leben prächtig entwickelt. Die Töpfe sind bestens bestellt, alles grünt und sprießt und die Verluste des Winters sind überschaubar. In den Medien scheint Urban Gardening auch der neueste Hype zu sein. Darf sich der Kleinstgärtner da gar als Pionier fühlen? Naja, eher nicht, denn seit Generationen bepflanzt die Menschheit alles, was sich mit Erde befüllen lässt und zieht Blumen, Grün und Gemüse auf kleinstem Raum. Schön dennoch, dass sich offenbar zunehmend mehr Menschen dafür begeistern.
Wie wir ja nun auch wissen, ist Grün das neue Bunt und insofern liegt der Kleinstgarten noch mehr im Trend, sind Blüten in dieser Jahreszeit doch noch rar. Um so mehr haben die Wenigen Platz, sich zu präsentieren. Zu nennen wäre insbesondere eine wunderschöne Akelei (Foto), letztes Jahr gekauft, gepflanzt, vergessen und jetzt ein prächtiger Blickfang. Zuverlässig wie in jedem Jahr schmücken sich die beiden Osterkakteen über und über mit Blüten in rot und violett. Mit violetten Blütenkugeln präsentiert sich auch gerade der Schnittlauch.
Dank des sommerlichen Wetters blühen auch Tomaten und Chili schon reichlich, so dass hier bald mit den ersten Früchten zu rechnen ist. Auch sonst ist vieles in den Startlöchern, in Bälde werden die Rosen, die Lilien und einige Glockenblumen blühen.

Was blüht uns denn heute?

Ich stelle gerade fest, dass ich diese Rubrik den Sommer über sträflich vernachlässigt habe, dabei steht der Kleinstgarten gerade im prächtigsten spätsommerlichen Blütenkleid: Üppig im großen Kübel Astern und weit darüber schweben die leuchtend gelben Blüten des einjährigen Mädchenauges (Coreopsis). In voller Blüte stehen auch die vielen Fuchsien, die rote Passionsblume, vereinzelt blüht noch die gelbe Clematis und dazwischen leuchten rot die Hagebutten der Hechtrose.
Weit ragen die Blüten der Prachtkerze (Gaura) heraus, der Hibiskus ist voller roter und oranger Blüten und die Blattkakteen haben zu ungewöhnlicher Zeit noch mal Knospen angesetzt. Weiterhin blühen sehr ausdauernd die wilden italienischen Wicken, Löwenmaul, Sonnenblumen, Cosmeen, Zinnien und die leuchtend orangen kleinblütigen Studentenblumen (Tagetes), die roten Schönmalven (Abutilon) sowie natürlich Kappuzinerkresse. Alles äußerst farbenfroh, bleibt zu hoffen, dass der erste Frost noch etwas auf sich warten lässt und wir uns an dieser Pracht noch einige Wochen erfreuen können.

Pesto

Die Hitze der letzten Wochen bekommt dem Basilikum im Kleinstgarten außerordentlich gut, es wächst sehr üppig, so dass sich ein hausgemachtes Pesto geradezu aufdrängt. Ein unvergleichliches Aroma macht sich schon beim Pflücken der Basilikumblätter breit und weckt die Vorfreude auf die aromatische Nudelsauce.
Neben einer Handvoll frischer Basilikumblätter braucht man noch Pinienkerne (ca. 50 g), geriebenen Parmesan (einige Esslöffel), Knoblauch, Olivenöl (ca. 50 ml), Salz und etwas Zucker. Das Ganze wird im Mixer oder auch mit dem Pürierstab zu einem homogenen Brei verarbeitet, wobei man mit der Menge des Olivenöls die gewünschte Konsistenz einstellen kann. Danach sollte man das Ganze noch mal mit etwas Salz abschmecken – wie jede Nudelsoße sollte auch so ein Pesto deutlich überwürzt sein, wenn es nach dem Mischen mit den Nudeln noch gut schmecken soll.
Um daraus nun Spaghetti nach Genueser Art herzustellen braucht man noch eine Handvoll klein gewürfelter frisch gekochter Kartoffeln, die man mit dem kalten Pesto und den gekochten Spaghetti sowie etwas vom Kartoffelwasser vermischt. Einige gewürfelte rohe Cocktailtomaten und geröstete Pinienkerne runden das Ganze angenehm ab. Fertig ist ein einfaches und überaus köstliches sommerliches Essen!
Als Nachspeise gibt es eine leckere Beerenmischung, überwiegend Himbeeren, die der Garten zur Zeit überreichlich produziert – wiederum eine irre Fülle von Aromen, man kann sich kaum Besseres vorstellen.
Ach ja, am Wochenende war ja auch noch Studentenrat-Revival-Treffen. Tief im erzgebirgischen Niemandsland, ein sehr angenehmes Wiedersehen mit überaus netten Leuten und viel gemeinsamer Zeit mit alten Freunden.

Was blüht uns denn heute?

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass auf dem Balkon der Mohn wunderschön blüht. Die Blüten halten zwar nur einen Tag, aber die große Zahl macht das leicht wett. Der Agapanthus läuft dieses Jahr zu Höchstform auf und geht mit nicht weniger als sechs hellblauen Blütenkugeln ins Rennen. Die Blattkakteen haben fette Knospen, die Fuchsien beginnen so langsam, die Wicken fangen an und auch allerlei Kleinkram macht sich bereit zur Blüte. Nur die wunderschönen Lilien haben wohl den Winter nicht überstanden.
Neu dieses Jahr die Prachtkerze mit ihren leicht schwebenden Blüten, eine schöne Skabiose, ein Mädchenauge sowie ein Pyrethrum.
Es wird langsam hochsommerlich im Kleinstgarten und das Wetter spielt nun auch aufs Prächtigste mit.

Kamelien und mehr

An diesem Wochenende gab es mal wieder etliche berichtenswerte Aktivitäten, was natürlich nicht implizieren soll, dass es sowas die Wochen zuvor nicht gab, nur fand man offenbar keine Muße zum Schreiben.
Zunächst standen gestern die Kamelien im sogenannten „Kamelienschloss“ in Pirna-Zuschendorf auf dem Programm. Diese wirklich beeindruckende Sammlung teils sehr alter und großer Kamelien in insgesamt 5 Gewächshäusern sei jedem Pflanzenfreund empfohlen. Diese liegen am Rande eines schönen kleinen Parks und natürlich gibt es, wie es der Name Kamelienschloss schon suggeriert, auch ein kleines feines Schlößchen, in welchem man eine sehr schön präsentierte Kamelienblütenschau besichtigen kann. Neben Kamelien beherbergt die Zuschendorfer Sammlung auch noch eine große Zahl an Bonsais, darunter viele Obstbäume, unzählige Sorten Efeu sowie eine riesige Sammlung an Hortensien, die im Hochsommer auch mit einer Hortensienblütenschau präsentiert werden.
Nach der anstrengenden Kamelienbesichtigung haben wir dann im Luisenhof auf dem berühmten Dresdner Weißen Hirsch mit schönstem Panoramablick außerordentlich leckere Torte zu uns genommen. Einziger Kritikpunkt – die Tortenstücke waren viel zu groß und das brachte beinahe das geplante Abendessen in Gefahr 😉 Die Fahrt mit der Bahn auf den Weißen Hirsch ist immer wieder ein tolles Erlebnis, ebenso wie der Spaziergang durch das Viertel nach unten Richtung Elbe. Bemerkenswert, dass man dort neben mondänsten Villen noch immer auch deutlich bescheidenere Behausungen des alten Dresdner Bürgertums findet. Mögen diese nicht dem allgemeinen Abriss- und Bauwahn zum Opfer fallen.
Zum Abendessen ging es nun schließlich mal wieder nach Lichtenwalde in die Vinotheque. Neben dem Essen in gewohnt excellenter Qualität ist hier immer wieder der freundliche Service und der äußerst gelungene Weinvorschlag zum Essen zu erwähnen. Man wünscht diesem Restaurant, dass es an einem Samstagabend dort keine freien Tische mehr geben möge.
Heute zum Sonntag war nun leider schon wieder Schluß mit schönem Frühlingswetter und man fühlte sich eher im April. Trotzdem konnte an diesem Wochenende der Kleinstgarten wieder in einen gewissen Grundzustand versetzt werden, so dass hier dem Blütenfrühling kein altes Kraut mehr im Wege steht.
Schließlich wurde das Wochenende durch ein weiteres feines Essen abgerundet, es gab Entenbrust mit einer Grand-Marnier-Sauce und gratiniertem Chicoree, eine sehr schöne Kombination. Die Ente wurde mit der Hautseite (vorher einritzen) nach oben ca. 20 min, bei 200 Grad gegart, so dass die Haut schön knusprig und das Innere noch rosa ist. Die Soße ensteht aus dem Bratensatz (ohne das ganze Fett, welches die Ente beim Braten verliert), einer gehackten Schalotte, Knoblauch und einigen guten Schlücken Grand Marnier. Der Chicoree wird halbiert, mit einer gehackten Schalotte in Sahne weich gekocht und anschließend kurz mit einem aromatischen Käse, wie etwa Gruyere, gratiniert. Dazu kann man noch ein paar Kartoffeln reichen, genauso gut ginge etwas Baguette oder Ähnliches. Die Ente kann es durchaus gut mit einem kräftigen Rotwein aufnehmen aber auch ein kräftig auftretender Weißer wäre denkbar.

Was blüht uns denn heute?

Die Saison im Kleinstgarten geht nun dem Ende entgegen und in Bälde wird der Weihnachtsbaum aufgestellt werden. Nunmehr sind auch die letzten schutzbedürftigen Kübelpflanzen im Haus verstaut – eine Unternehmung, die jedes Jahr wieder einem Wunder gleicht und nur durch beherzten Rückschnitt zu bewältigen ist. Bis eben blühte draußen auch noch das Abutilon Megapotamicum mit seinen gelb-roten Glocken – offenbar hat es die leichten Fröste Anfang Oktober gut überstanden, wie es auch die Fachliteratur vorhergesagt hatte.
Jetzt blühen draußen in den Kübeln der frostharten Pflanzen noch vereinzelte Löwenmäulchen, eine gelb-grüne Rudbeckia sowie ein leuchtend gelbes Fingerkraut. Auch der Rosmarin, der nur bei den stärksten Frösten ins Haus kommt, beginnt allmählich, sich mit blauvioletten Blüten zu bedecken. In der Leere des frühwinterlichen Balkons kommen letzte leuchtend orange Blüten der Agastache „Firebird“ voll zur Geltung, hoffentlich kommt die nächstes Jahr wieder, mal sehen, ob sie es schafft, sich auszusäen oder sonstwie über den Winter zu kommen. Schließlich wären noch die dekorativen Fruchtstände der Clematis zu erwähnen, die nunmehr die zahllosen gelben Blüten in ebenso großer Zahl abgelöst haben.
Drinnen tut sich momentan nicht viel, auch die Amaryllis machen noch keine Anstalten, aus ihren Zwiebeln herauszukriechen. Lediglich der Hibiskus lässt noch immer Blüten treiben, was mich daran hindert, ihn endlich mal auf ein zimmerkompatibles Format zurückzuschneiden.
Damit ist nun im Kleinstgarten Ruhe eingekehrt, aber es sind es ja auch nur noch wenige Monate, bis hier von den ersten Frühblühern zu berichten sein wird.

Was blüht uns denn heute?

Auch im Kleinstgarten ist mal wieder einiges passiert: Die Fuchsien stehen in voller Blüte und harmonieren schön mit dem kleinblütigen Geranium, den ebenfalls kleinblütigen wunderschönen Mini-Tagetes sowie dem Kongo-Lieschen (Impatiens), welches sich momentan mit Blühen völlig verausgabt.
Die wunderschönen Lilien sind leider schon verblüht, aber im gleichen Kübel übernehmen nun vielfarbige Astern die Regie. Auch der üppige Blütenflor der Blattkakteen ist vorbei, in deren Ampel haben sich aber dafür nun schöne hellgrün blühende Ziertabak-Pflanzen entwickelt. Diese tauchen ohnehin an den unmöglichsten Stellen auf und wie so oft zeigt sich, dass sich manche Pflanzen an Zufallstandorten wesentlich wohler fühlen, als da, wo man sie absichtlich hinpflanzt. Es ist immer wieder erstaunlich, wo alles Pflanzen wachsen, die sich offenbar selbst ausgesät haben, gerade die Fugen der Platten auf der oberen Terasse bieten offenbar günstige Lebensräume für so manche schöne Pflanze. So kommen offenbar auch die schönen violetten Verbenen recht zuverlässig durch Selbstaussaat wieder und bereichern jetzt den Kleinstgarten durch ihre Blüten, die über dem Garten zu schweben scheinen.
Erstmalig seit vielen Jahren steht in diesem Jahr auch der Enzianstrauch (Solanum rantonetti) in voller Blüte, offenbar habe ich endlich mal einen hinreichend sonnigen Standort gefunden. Ebenfalls in voller Blüte sind jetzt die beiden Abutilon (Schönmalve), die nun bis zum Frost zuverlässig durchblühen werden.