Unterwegs im Chemnitzer Südosten

Unsere letzte Wanderung auf dem Chemnitzer Rundwanderweg ist schon ein Weilchen her. Heute folgt nun die Fortsetzung im Südosten der Stadt. Es bietet sich an, das südöstliche Tortenstück mit Wanderungen auf schönen Wegen durch die Stadt zu beginnen. Deshalb starten wir bei feinstem Wetter direkt vor der Haustür. Über den Kaßberg und den Kapellenberg geht es zum Stadtpark, dem wir bis Harthau folgen. In Harthau passieren wir die Stelle an der aus Würschnitz und Zwönitz die Chemnitz entsteht. Steil geht es nun hinauf zum Pfarrhübel, wo wir uns ein  sonniges Plätzchen suchen, picknicken und den wunderbaren Blick auf die Stadt genießen. Die Luft ist heute besonders klar und erlaubt weite Blicke ins mittelsächsische Land. Wir sehen den Rochlitzer Berg und weiter hinten noch die Türme der Espenhainer Kraftwerkslandschaft.

Auf dem Pfarrhübel haben wir nun auch den Chemnitzer Rundwanderweg erreicht, dem wir wiederum gegen den Uhrzeigersinn folgen. Der Weg führt uns wieder steil hinab, auf schönen Waldwegen geht es hinunter nach Einsiedel.  Wir queren das Zwönitztal und sogleich geht der Weg wiederum steil bergan durch den Wald bis wir bei der alten Zschopauer Straße den Adelsberger Höhenzug erreicht haben. Hier genießen wir wiederum eine schöne Fernsicht, dieses Mal Richtung Erzgebirge. Nach einem kurzen Snack in der Sonne  geht es weiter Richtung Adelsberg. Es folgt ein weniger schönes Wegstück an der stark befahrenen Erzgebirgsautobahn für das allerdings der Blick zur Augustusburg entschädigt. Durch den hübsch gelegenen Ort geht es nun hinüber zum Schösserholz, welches wir bald wieder verlassen. Am Waldrand ergibt sich ein weiterer herrlicher Fernblick ins Erzgebirge. Fast hätten wir übersehen, dass am westlichen Bildrand Fichtelberg und Keilberg unglaublich klar zu sehen sind! Wir streifen nun nochmals die Ortslage und folgen dem aussichtsreichen Weg zum Adelsbergturm. Kurz bevor wir diesen erreichen ergibt sich nochmals ein schöner Blick zum Fichtelberg.

Nach dem Passieren des Adelsbergsturms haben wir nun wieder das Panorama von Chemnitz und Umland vor uns. Die Abendsonne taucht alles in gleißend goldenes Licht, ein traumhafter Anblick, den wir noch lange vor uns haben. Der weitere Weg folgt nun Nebenstraßen, was für den Wanderer weniger schön ist. Angesichts der dörflichen Ortslagen fragt man sich schon, wo diese Unmengen Autos hin wollen. Zum Glück erreichen wir mit Einbruch der Dämmerung die Ortslage Euba. Nun folgen wir der Straße Richtung Chemnitz, zum Glück gibt es einen Fuß- und Radweg. So kommen wir bequem und sicher zur Heideschänke, wo wir das schon begangene Wegstück des Chemnitzer Rundwanderwegs erreichen.

Für uns geht es nun zurück in die Stadt, leider folgt ein Stück Straße ohne Fußweg – in der Dämmerung für Fußgänger nicht sehr angenehm. Zum Glück sind es nur wenige hundert Meter, bis wir wieder zivilisiertes Gebiet erreichen und wir bequem auf dem Fußweg durch das hübsche Viertel an der Eubaer Straße laufen können. Die Idylle wird allerdings durch die drohend hinter den Häuschen aufragenden Plattenbauten getrübt. Schon bald erreichen wir unsere Einkehr, den Pferde-Hofmann, wo wir uns leckeres Fleisch vom Ross schmecken lassen.

Den Heimweg könnten wir auch bequem mit Straßenbahn und Bus erledigen, wir wollen allerdings nach dem guten und reichhaltigen Essen noch bisschen laufen. Entlang von Adelsbergstraße und Augustusburger Straße gelangen wir auf ruhigen Wegen ins Zentrum und schließlich zurück auf den Kaßberg. So endet eine wunderbar aussichtsreiche Runde durch den Chemnitzer Südosten und eine sehr vielgestaltige Stadt nach immerhin 34 Kilometern (Track).

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