Was blüht uns denn heute?

071222_IMG_8369Mitten im Winter diese Rubrik?
Der Anlass ist ein spektakulär schöner Raureif auf dem Balkon. Insbesondere die Semperviven und anderes Kleinstgewächs schmücken sich sehr dekorativ mit fremden weißen Federn.
Sonst ist tatsächlich nich viel los – totale Blühpause. Allerdings zeigt ein Teil meiner Amaryllis-sammlung schon erste Spitzen, da dürfte es in einigen Wochen reichlich zu blühen geben.
Immerhin konnte ich einen Blumenhändler überreden, mir ein paar Tulpen zu bestellen. Ich versteh zwar nicht so recht, warum die sowas nicht gleich im Sortiment haben, aber vielleicht ist der Sachse momentan doch eher auf Tanne fixiert 😉

Im Radio: Peter und der Wolf – cool 😉

Lessing und Henri

Auch auf die Gefahr hin, dass der Eindruck entsteht, dass mein gebloggtes Leben nur um Essen und Musik kreist, setze ich heut noch mal eins drauf, denn ich möchte hier mal Werbung für zwei vernachlässigte Kneipen machen.
Da wäre zum einen das Cafe Henri, welches wir gestern nach dem Weihnachtsoratorium aufgesucht haben. In der langen Zeit, die ich nicht mehr dort war, hat sich praktisch nichts verändert – was in diesem Fall durchaus positiv ist. Man sitzt mehr oder weniger in einem Wohnzimmer und fühlt sich irgendwie zu Hause. Gewohnt souverän die Kleinigkeiten der Henri-Küche, insbesondere das tolle Knoblauchbrot. Eigentlich weiss ich auch gar nicht mehr, weshalb ich dem Henri so lange abhold war – wahrscheinlich war es damals einfach zu viel des Guten 😉
Zum zweiten das Lessing. Eigentlich völlig unverständlich, dass wir an einem Freitag abends praktisch die einzigen Gäste sind. Man speist sehr lecker, kreativ und eigentlich viel zu billig. Es ist vielleicht noch nicht die ganz große Küche, aber in dieser Klasse auf alle Fälle ohne Konkurrenz in der näheren Umgebung. Auch deshalb ist mir völlig unverständlich, dass man sich im benachbarten Onkel Franz um Plätze und weitaus schlechteres Essen prügelt … Nicht zuletzt spricht für das Lessing, dass der Chef seine Ware in den gleichen Läden wie ich einkauft.
Und da wären wir auch schon bei einem kleinen feinen Gemüsehändler (Gartenbau Kretschmer auf der Barbarossastrasse), bei dem ich sehr gerne einkaufe. Nicht nur, dass man dort äußerst freundlich und zuvorkommend bedient und ehrlich zur Qualität der Produkte beraten wird, haben die Kretschmers auch noch ein tolles Sortiment jahreszeitlicher Produkte aus eigenem Anbau in bester Qualität. Und anscheinend finden auch andere große Küchenchefs, dass man das schmeckt ^^
Also liebe Kassbergbewohner, im nächsten Jahr nehmen wir uns vor, öfter ins Henri und Lessing zu gehen und bei Kretschmers Obst und Gemüse zu kaufen!

Essen in und um Chemnitz

So, der Jörg war mal wieder fleissig und hat alle Restaurants der weiteren Umgebung zusammengetragen, die er für potentiell besuchenswert hält. Das ist im wesentlichen ein Extrakt der einschlägigen Guides und eigener Erfahrungen:

Name Jörgs Rating Gault Millau Feinschmecker Aral
Sterne (5) Punkte (5) Löffel
Alexanders, Chemnitz **** n.a. n.a. n.a.
La Vinotheque, Lichtenwalde **** n.a. n.a. n.a.
Janssen, Chemnitz *** n.a. n.a. n.a.
HeckArt, Chemnitz *** n.a. n.a. n.a.
Lessing, Chemnitz ** n.a. n.a. n.a.
Schlosshotel Klaffenbach, Chemnitz ** n.a. n.a. 1
Messina, Chemnitz n.a. n.a. n.a.
Blauer Engel, Aue n.a. 15 n.a. 2
Büttner, Schneeberg n.a. 13 n.a. n.a.
Landhotel Rittersgrün, Breitenbrunn n.a. 10 n.a. 1
Opera, Chemnitz n.a. 13 n.a. 2
Streller’s, Chemnitz n.a. n.a. n.a. 1
Villa Esche, Chemnitz n.a. 13 1.5 2
Le Bambou, Freiberg n.a. n.a. 1 1
Jagdhaus Waldidyll, Hartenstein n.a. 13 n.a. 2
Schloss Wolfsbrunn Pavillon, Hartenstein n.a. 15 n.a. 2
Drei Schwanen, Hohenstein n.a. n.a. n.a. 1
Schwarzbeerschänke, Pobershau n.a. n.a. n.a. 1
Drei Schwäne, Zwickau n.a. 14 2 1
Zensur, Freiberg n.a. 14 1.5 n.a.
Da Giuseppe, Zwickau n.a. 13 n.a. n.a.
Schwarzbachtal, Hohnstein n.a. n.a. 1.5 n.a.

Wenn man das mal nach meinen Interessen und dem, was man über die verschiedenen Etablissements so hört und liest, sortiert, ergäbe sich in etwa folgende Prioritätenliste: Strellers, Pavillon, Waldidyll, Opera, Blauer Engel, Le Bambou, Büttners, Drei Schwäne, Villa Esche – mal sehen, ob wir das in 2008 schaffen 😉

Hirschkarree

Heute gab es zur Feier des 2. Advent ein Hirschkarree mit geschmortem Spitzkohl und Kartoffelgratin. Vom Ergebnis war ich sehr überzeugt, außen knusprig aromatisch und innen zart rosig und saftig, so wie sauber gebratenes Fleisch sein sollte.
Das Karree hatte ich ein paar Stunden eingerieben mit Senf, Rosmarin, Knoblauch sowie zerstossenem Wacholder und Pfeffer ruhen lassen. Danach ca. 25 min unter den Grill und bei moderater Hitze noch mal 5 min ruhen lassen. Der Spitzkohl wurde ca. eine halbe Stunde zusammen mit einer Schalotte in ausgelassenem fetten Speck geschmort und ab und an mit etwas Sherry abgelöscht. Außer Kümmel, Pfeffer und Salz braucht so ein Kohl nix weiter um ein wunderbar aromatisches Gemüse zu werden.
Das Karree, auch als Krone bezeichnet, ist nichts anderes als die noch zusammenhängenden Koteletts, die man als Ganzes zubereitet und dann erst aufschneidet. Klar dass diese umso leckerer und saftiger werden, je weiter hinten man am Rücken des Viechs ankommt, also letztlich in die Nähe des Filets kommt.

Ins Ohr

Leonhard Cohen: Songs of Leonhard Cohen

wunderschöne einfache Songs – ein Muss

Amsterdam

Ein langes Wochenende in Amsterdam liegt hinter uns. Mal vom eigentlichen Anlass unseres Besuches (dem Volleyballturnier) abgesehen, waren es sehr schöne Tage 😉
Unglaublich nette Gastgeber und eine auch im trüben November noch sehr schöne Stadt haben dazu nicht unmassgeblich beigetragen.
Bemerkenswert ist die Omnipräsenz modernster Architektur. Anscheinend baut man nur in Deutschland das ewig langweilige Einerlei. Etwas mehr Holland würde diesem Land überhaupt in mancher Hinsicht gut tun 😉
Ansonsten ist es natürlich schon auch eindrucksvoll, mal eine Anzahl von van Goghs und Rembrandts sowie etlicher anderer namhafter Künstler im Original zu sehen.
Eine ziemlich bizzare Erfahrung war der Besuch eines Gartenscenters am Sonntag. Von Pflanzen keine Spur, statt dessen gefühlte drei Ikea-Grundflächen voller Weihnachtsdekoklimbim in den unglaublichsten Ausfertigungen, anscheinend ist der gemeine Holländer auch ein großer Freund der Sinterklaas Dekoration 😉

Ins Ohr

Gestern sind wir mal wieder im Sinfoniekonzert gewesen. Es gab Prokofjews Sinfonia Concertante und Tschaikowski Nr. 4. Erstere war zwar teilweise etwas anstrengend, aber das war wohl mit Abstand das Verrückteste was ich je aus einem Cello gehört habe – Respekt!
Den Tschaikowski fand ich insgesamt runder , ein sehr schönes Stück, wenngleich mir partout nicht einfällt, woher ich das Thema des 2. Satzes kenne … Sehr toll auch die gezupften Streicher am Anfang des 3. Satzes.
Bleiben zwei Fragen:
1. Wie viele gültige Schreibweisen von Prokoffiev gibt es?
2. Bekommt der Triangelspieler das gleiche Gehalt wie die 1. Geige?

Ins Ohr

Erik Satie: 3 Gymnopedies, 6 Gnosiennes und andere
Anne Queffelec, piano
EMI/Virgin Classics, 2006

unglaublich dichte, emotionale Klaviermusik

Wandern bei Aue

So, nun ist das kleine blaue Auto da und macht viel Freude 😉
Heute fuhr es uns nach Aue, was Ausgangspunkt einer ausgedehnten Wanderung war.
Beginnend in der ziemlich ausgestorbenen City ging es über den idyllischen Floßgrabenweg auf den Gleesberg. Von dort über den Türk-Schacht nach Zschorlau und schließlich über die gemauerte Wand zurück nach Aue. Insgesamt eine wunderschöne, abwechslungsreiche Tour, die immer wieder großartige Ausblicke auf herbstlich gefärbte Erzgebirgslandschaften bot. (Gehzeit ca. 4 Stunden)
Der Floßgraben scheint noch wesentlich weiter zu gehen – es wäre interessant, das mal zu erkunden …

Was blüht uns denn heute?

Viel is nich mehr, die Kapuzzinerkresse hat den ersten milden Frost teilweise überstanden. Daneben blühen noch einige einsame Löwenmäulchen sowie der gelbe Lerchensporn, der uns schon den ganzen Sommer begleitet.
Bei den Kübelpflanzen ist das Abutilon Megapotamicum (Schönmalve) noch voller rot/gelber Blüten (offenbar toleriert es tatsächlich leichten Frost). Unermüdlich blüht auch noch der hängende Rosmarin draußen.
Im Treppenhaus machen auch Solanum Rantonetti (Enzianstrauch) und eine rote Abutilon-Art auf sich aufmerksam. Nicht zuletzt blühen die beiden Hibiskusse am Wohnzimmerfenster unermüdlich.