Hallo Welt!

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Das Kino schafft sich ab.

Seit langem mal wieder im Kino gewesen – und maßlos enttäuscht. Das Filmereignis des Jahres, der Hobbit sollte es werden, doch statt dessen bekamen wir den Niedergang des Kinos zu sehen.
Nicht nur, dass der schöne und an sich recht kurzweilige Stoff des Originals durch billigen Klamauk und schier endloses Ork-Gemetzel endlos in die Länge gezogen und völlig sinnentstellt wird. Nein, wesentlich schwerer wiegt die unglaublich schlechte Bildqualität die wir erleben durften. Das unterer Viertel des Bildes war komplett unscharf und der Rest der Leinwand wandelte sich bei der geringsten Bewegung in der Handlung in einen Haufen undefinierbaren Pixelmatsch. War das die Strafe dafür, dass wir uns für die 2D-Version entschieden hatten?
Es gab mal eine Zeit, als es noch kein 3D und auch keine doppelte Bildrate gab. Zu der Zeit wurden Filme analog gedreht und analog wiedergegeben. Man konnte jede Bewegung verfolgen, jederzeit war alles scharf, es sei denn, der Filmemacher hat Unschärfen bewusst verwendet. Und heute? Pixelmatsch bei jeder Bewegung! Das kann unser Fernseher besser! Soll das das Kino des 21. Jahrhunderts sein? Dann ohne mich!
Ich hoffe, dass wir hier lediglich grottige Technik im Cinestar Chemnitz erlebt haben und dass das, was wir gesehen haben, nicht der derzeitige Standard für die Filmwiedergabe ist. Mich beschleicht jedoch der leise verdacht, dass man hier um jeden Preis 3D und doppelte Bildrate puschen will und die 2D-Version der Filme absichtlich schlecht wiedergibt. Ich hoffe, den Kinobetreibern ist klar, dass sie sich damit selbst abschaffen. Warum soll ich ins Kino gehen, wenn ich am Fernseher die Filme in besserer Qualität sehe?
Es wäre schade um dieses wunderbare Medium, welches mir schon so viele wunderbare Stunden bereitet hat, in denen ich gebannt auf die Leinwand gestarrt habe. Hoffen wir, dass noch irgendwo jemand die alte Filmwiedergabetechnik betreibt.
Vielleicht sagt mir ja auch jemand, wo ich hingehen muss, um moderne Filme in der Qualität zu sehen, die der Regisseur beabsichtigt hat. Und bitte ohne 3D. Ganz klassisch in 2D und gern auch analog.

Das Röhren der Vuvuzelas

Da war es wieder, dieses schreckliche Geräusch eines todkranken Elefanten. Ich ahne, dass erneut eine schreckliche Zeit heranbrechen wird. Gestern sah ich auch erstmals seit fast einem Jahr wieder ein Auto mit Schland-Fahne.
Naja, mal sehen, ob die Deutschen dieses Fussballfest immer noch mögen werden, wenn sich erst einmal die Erkenntnis breitgemacht hat, dass es sich hier um die weibliche Variante der Gay-Games handelt. Und falls doch, bin ich mal gespannt, wann die große Outing-Welle im Männerfußball ausbricht.
Andererseits braucht die schwul-lesbische Welt vielleicht auch gar keine Fans, die nur dumpf in ihre Vuvuzela tröten können.
In diesem Sinne, eine schöne Zeit allen Fussballerinnen und ihren Partnerinnen!

La Gomera

Zwei wunderschöne Wochen auf La Gomera, der zweitkleinsten der kanrischen Inseln, liegen nun hinter uns. Bei wunderschönem Hochsommerwetter war zwei Wochen Zeit für ausgiebige Wanderungen, Wellenbäder, Rumfaulen am Strand und natürlich auch zum Herumsitzen in Cafes und Restaurants bei leckerem Essen.
Die Landschaft auf La Gomera ist geprägt von vielen tief eingeschnittenen und spektakulären Canyon-artigen Tälern. Im Gegensatz etwa zu El Hierro findet man hier keine Spuren von jungem Vulkanismus, so dass auf La Gomera wesenlich mehr Zeit für Verwitterung und Erosion war und sich die Barrancos tief in die bis zu 1500 m hohen Berge einschneiden konnten. Die gesamte Inselmitte ist dicht bewachsen von einem urigen Nebelurwald der Feuchtigkeit aus den nahezu immer vorhandenen Passatwolken erntet. Trotz der Wolken in der Inselmitte, sind die Ränder der Insel und somit die wenigen Strände, vor allem im Süden und Westen praktisch immer wolkenfrei. Bei vielen Wanderungen ergeben sich von La Gomera beeindruckende Ausblicke auf die Nachbarinsel Teneriffa mit dem mächtigen Vulkanberg Teide, teilweise sieht man auch El Hierro und La Palma.
Die schönste Ecke der Insel ist neben der lebendigen Inselhauptstadt San Sebastian das Valle Gran Rey. Hier finden sich auch die schönsten Strände und man spricht mehrheitlich deutsch. Einziges Problem, zwischen unserem Quartier in San Sebastian und dem Valle Gran Rey liegt trotz der geringen Größe der Insel eine Stunde Fahrzeit mit dem Auto. Überhaupt ist Autofahren auf der Insel ätzend, da es wohl nahezu keine 100 m Straße gibt, in denen keine S-Kurven lauert und man sich, um von A nach B zu kommen praktisch immer 1000 m rauf und wieder runter schrauben muss – vielleicht sollte man mal ein paar Schweizer Tunnelbauer nach La Gomera schicken.
Aber zurück zum Valle, hier haben wir die schönsten Strandnachmittage am Playa del Ingles sowie ungezählte Stunden an der kurzen aber sehr lebendigen Strandpromenade zugebracht, wo es neben deutschen (!) Kuchen und Torten auch köstlichste Tapas in großer Auswahl im Restaurant Mango gab. Zudem gab es im Valle auch einen wunderschönen Obstgarten, wo mehr als 150 tropischen Obstsorten angebaut werden, die man bei einer überaus lehrreichen Führung teilweise auch verkosten kann.
Dagegen ist die Inselhauptstadt San Sebastian fest in der Hand der Einheimischen und man kann bei einem Dorada in der Fussgängerzone oder vor dem „Palast“ (erinnert an den „Palast der Republik“ in Stuttgart) auf der Plaza in Ruhe das quirlige Leben der Spanier an sich vorbeitreiben lassen. Unser Hotel, das Parador, lag exponiert ca. 50 m über der Inselhauptstadt und bot faszinierende Ausblicke auf Teneriffa, den Teide und natürlich San Sebastian. Einziger Kritikpunkt, der Service im Parador, das in einigen Reiseführern als „Luxushotel“ bezeichnet wurde, erinnerte stark an die Interhotels der DDR, teils recht unmotiviertes aber selbstbewusstes Personal, das praktisch keinerlei Fremdsprachen beherrschte, sorgte vor allem bei der Bestellung von Essen dafür, dass wir und offenbar auch andere Gäste, nicht immer das auf den Tellern vorfanden, was die offenbar vor vielen Jahren mal ins Deutsche und Englische übersetzte Karte versprach. Nichtsdestotrotz, ein schöner Platz um zwei Wochen zu logieren.
Schließlich offerierte uns der Reiseveranstalter auf der Rückreise noch ein deutliches Argument, warum La Gomera ein schöner Platz ist. Um die Wartezeit zwischen Fähre und Flug zu überbrücken, quartierte man uns für einige Stunden in die Lobby des „Tropical Playa“ in Las Americas ein, ein Betonbau in der 10. Reihe hinterm Strand, umgeben von unzähligen weiteren Hotels und Appartmentanlangen, die sich in ihrer Hässlichkeit gegenseitig überboten. Kurz, Massentourismus von der hässlichsten Sorte – schön, dass wir sowas auch mal sehen durften und die drei Stunden Wartezeit reichten dafür auch völlig 😉
Insgesamt bleibt festzustellen, dass La Gomera für Wanderer ein lohnendes Ziel ist und trotz der weitgehenden Abwesenheit von Massentourismus in einem angenehmen Maß auch Strandleben und ähnliche Zerstreuung bietet. So etwas bietet die uns bisher bekannte Kanareninsel El Hierro praktisch gar nicht, dafür bietet El Hierro aber noch wesentlich vielfältigere Landschaften, so dass das wohl immer noch unser Favorit auf den Kanaren ist. Vielleicht wäre auch mal ein Inselhopping interessant für die Zukunft.

Kneipen in Chemnitz

Irgendwie fühle ich mich grad extrem vom Pech verfolgt, was die Kneipen für unseren montäglichen Stammtisch angeht.
Versuch 1) Dieses tolle neue Haus in der Carolastraße, Villa Zimmermann nennt es sich stolz. Man sagt, das Haus offeriere allerlei gastronomische Möglichkeiten, also kurzentschlossen zum Ziel gemacht. Ok, sicherheitshalber noch mal die Webseite gecheckt – keine verwertbaren Infos über Öffnunszeiten – wozu auch. Also mal weiter gesucht, und tatsächlich finden sich vielversprechende Metainformationen bei Dritt- und Viertanbietern, die darauf hindeuten, dass zumindest das Kartoffelhaus in diesem Objekt schon mal montags auf hatte. Also hin, und siehe da – alles verrammelt …
Liebe Chemnitzer Gastronomen, das Internet existiert! Und es heule mir keiner rum, wenn diese Bude pleite geht, solange man es nicht mal für nötig hält, elementarste Informationen für die Gäste bereitzustellen.
Versuch 2) Eine uns wohlbekannte Kneipe, das Imagine ausgewählt. Abends hin – und zu … Urlaub. Ok, kann passieren, sei der guten Frau gegönnt.
Versuch 3) Larrys Pub. Internet vielversprechend, montags offen, Seite wirkt auch leidlich aktuell. Der nächste dort angekündigte Auftritt ist nur wenige Tage vorbei. Also hin. Ok, kann sein, dass wir alle zu blöd waren … Diverse Zugänge probiert, alles dicht. Immerhin, ein Schild, täglich geöffnet … Naja, jedenfalls waren wir dann nicht drin, wie auch … Wieder einer weniger …
Fazit) Wir haben dafür eine tolle neue Kneipe für uns entdeckt. Das Diebels – nette Atmosphäre, souveräne, freundliche Bedienung, Bier – was will man mehr 🙂
Aber der Rest könnte sich echt mal bissel anstrengen – Ihr müsst was tun, dass Gäste zu euch kommen, nicht umgekehrt. Und ich verbleibe mit der hoffnungsvollen Erwartung, dass vielleicht doch einer von denen, die gemeint sind, diesen Hilferuf liest.

An langen Winterabenden

An den langen und dunklen Winterabenden widmet sich die Menschheit seit jeher allerlei Handarbeiten. So werkeln auch wir derzeit an der Saxdorfer Webseite herum, allerdings für den Besucher unsichtbar im Hintergrund. Dabei ensteht, aufgesetzt auf Digikam, ein sehr leistungsstarkes Bildverwaltungssystem, welches eine direkte Publikation von in Digikam verwalteten Galerien auf der Webseite ohne aufwändiges Hin- und Hergeschiebe von Daten erlaubt. Das Beste daran ist, dass alle Informationen, wie Verschlagwortung oder Beschriftungen direkt für die Web-Galerien genutzt werden können.
Damit werden die Nutzer von www.saxdorf.de künftig auf viele neue Pflanzen-Galerien zugreifen können, die zudem durch neue Bilder ohne viel zusätzliche Arbeit kontinuierlich erweitert werden können. Und wenn ich dann irgendwann mal die Verschlagwortung der Bilder abgeschlossen habe, werden einige tausend faszinierende Bilder aus dem Saxdorfer Garten zu besichtigen sein.
Als erstes Appetit-Häppchen gibt es hier mal ein Galerie-Preview.

Sommer-Intermezzo

Lange leer geblieben, angemahnt, deshalb jetzt mal wieder eine Meldung.
Das wahre Leben findet ja zum Glück abseits der Blogsphäre statt, weshalb die Abwesenheit neuer Einträge auf nichts anderes als die Beschäftigung des Bloggenden mit weltlichen Dingen hinweist 🙂
Es ist also wieder mal Sommer, man möchte die lauen Abende maximal auskosten, ehe diese wunderbare Sommerstimmung wieder vorbei. Es ist inzwischen so viel Berichtenswertes passiert, was hier nicht annähernd alles wiedergegeben werden kann. Nette Abende mit Freunden, viele gute Essen in Restaurants und zu Hause, ein Besuch in Saxdorf, in Dresden, viele schöne Wanderungen … Viele schöne Sommertage … Ein wunderschönes, ganz langes Wochenende mit Freunden in einer idyllisch gelegenen Blockhütte im Osterzgebirge. Und nicht zuletzt der Kleinstgarten, der munter grünt und blüht und neuerdings sogar fruchtet. Hunderte Tomaten und etliche Gurken sind geerntet, die zwar alle zusammen noch kein Kilo auf die Waage bringen, aber trotzdem köstlich sind.
Schließlich freue ich mich auf den Urlaub, der in einem kleinen feinen Hotel mit dem angeblich besten Koch Sloweniens beginnt. Woraus der geneigte Leser entnehmen mag, dass hier so bald nicht wieder gebloggt werden wird …

An der Mulde

Es ist zwar schon paar Tage her, totzdem soll hier auf eine schöne Wanderroute hingewiesen sein, die wir kürzlich begingen: Entlang der Zwickauer Mulde zunächst linksseitig von Wolkenburg nach Waldenburg und, nunmehr wiederum auf der linken Seite, zurück. Hin- und Rückweg unterscheiden sich dank allerlei Umwegen, Haken und Flussbiegungen deutlich, so dass auf der ganzen Tour keine Langeweile aufkommt.
Der anfangs etwas zu geradlinige Hinweg führt später durch verträumte Wiesen und Wälder in Flussnähe, eine Idylle, die nur durch Pulks aufgeputzter Radler gestört wird. Das ist angesichts der Tatsache, dass wir auf dem Muldentalradweg laufen auch nicht allzu überraschend. Prinzipiell ist gegen Radler ja nichts zu sagen, nur führt bei mir der zunehmend zu beobachtende Trend, dass sich insbesondere alte dicke Männer gern in hautenge grellbunte Radlerklamotten zwängen, zu einer gewissen Verstörung. Kurz vor Waldenburg trennen sich Rad- und Wanderweg und man erreicht entlang von Gartengrundstücken schließlich das Muldenstädtchen. Den Abzweig zum Grünefelder Park ignorierend, aber wohlwollend für eine weitere Wanderung vormerkend, begeben wir uns auf den Weg zur Villa Netzdienste. Wenngleich mich dieser Teil Waldenburgs positiv überrascht, bleibt doch zu vermerken, dass die Stadt das Schicksal der meisten ostdeutschen Kleinstädte, nämliche eine beklemmende Langeweile und die Abwesenheit jeglichen städtischen Lebens, teilt. Immerhin verkauft man uns ein Eis 😉
Der Rückweg nach Wolkenburg entfernt sich zunächst weit vom Fluss, durch allerlei, teils finstere Wälder gehend, trifft man erst an der Schlagwitzer Talweitung wieder auf den Fluss. Der Weg in und durch das hübsche Dörfchen in Verbindung mit der folgenden weiten Tallandschaft ist sicher der schönste Abschnitt der ganzen Tour. Auf dem Damm wandert man dann fast bis Wolkenburg, Radler trifft man nun schon lange nicht mehr und allenfalls ein paar Wasserwanderer begegnen uns noch.
An den Hinterlassenschaften eines Bikercamps, welches noch auf dem Hinweg für akustische Belästigung sorgend, nunmehr in eine friedliche Wiese zurückverwandelt wurde, vorbei gehend erreichen wir schließlich Wolkenburg. Ein kurzer Abstecher auf das Schloss beschert uns neben einer tollen Aussicht eine Bockwurst im Schlosscafe über das wir aber hier ansonsten besser den gnädigen Mantel des Schweigens gedeckt lassen … Man versicherte uns allerdings, dass in Bälde das Wolkenburger Schloss eher einen Besuch lohnen sollte, denn heute. Der Ort Wolkenburg selbst ist übrigens noch einmal deutlich weniger lebendig als Waldenburg.
Weitere Mulden- und auch andere Wanderungen im mittelsächsischem Raum sind übrigens in einem Büchlein namens „Sächsischer Wanderführer“ beschrieben.
Im Übrigen soll nicht unerwähnt bleiben, dass es heute gar leckeren Spargel gab. Diesmal in der klassischen Version mit Schinken, neuen Kartoffeln und Sauce Hollandaise, welche von einem talentierten jungen Nachwuchskoch zubereitet wurde.

Kleinstgarten.de

Der Jörg ist an diesem Wochenende zum Frettchen mutiert und saß nahezu durchgehend am Rechner. Das war aber nicht völlig nutzlos, sondern dabei ist das Projekt Kleinstgarten.de deutlich vorangebracht worden …
Dank, Joomla!, einem sehr schön zu handhabenden Contentmanagementsystem, entstand in relativ kurzer Zeit eine recht ansehnliche Webseite, die nun leicht mit immer mehr Content gefüttert werden kann.
Eigentlich könnte ich mich jetzt mit einer Webklitsche selbständig machen- oder?
Nuja, ich fürchte nur, dass Ron die neue Rollenverteilung nicht so recht gefallen wird – der steht nämlich grad am Herd und kocht 😉